Der Sommer ist da! Und damit auch die Zeit, in der Du Deinem Vierbeiner gerne häufig eine Dusche gönnst. Wie Du dabei am besten, sprich kreislaufschonend, vorgehst, haben wir schon hier beschrieben. Worauf wir dabei noch nicht eingegangen sind: Die Hufe.

Das Horn des Hufes wird durch häufiges und langes „Wässern“ strapaziert. Vor allem in die Hufsohle und den weicheren Ballen und Hufstrahl dringt die Feuchtigkeit ein, das Horn quillt auf. Während das Horn trocknet, zieht es sich wieder zusammen. Du kannst es Dir in etwa so vorstellen, wie wenn Du ein Stück Holz immer wieder in Wasser legst und es danach in der Sonne trocknen lässt. Nach einigen Wiederholungen werden sich durch die starke Bewegung im Holz Risse bilden. Da das Horn des Hufes nicht „tot“ ist, wie das Stück Holz, sondern vom Körper mit Nährstoffen versorgt wird und auch nachwächst, bilden sich am Huf nicht so schnell Risse, wie bei dem Stück Holz. Trotzdem kann das irgendwann die Folge sein. Hier unsere Tipps, wie Du das vermeiden kannst, ohne auf das wohltuende Duschen verzichten zu müssen:

Beurteile zuvor den Zustand der Hufe Deines Pferdes. Am besten erkennbar ist dieser an der Hufsohle und am Hufstrahl:

Ist die Sohle immer eher weich und der Strahl feucht, solltest Du jegliche weitere Feuchtigkeitsaufnahme durch den Huf von außen vermeiden. Das schaffst Du, indem Du die Hufe VOR dem Abduschen gründlich reinigst, mit dem Hufkratzer und einer Bürste. Aber Vorsicht: weiches Horn nicht zu fest mit dem Hufkratzer bearbeiten! Den sauberen Huf fettest Du dann gut von unten und von außen ein. Jetzt kannst Du duschen gehen. Das Wasser wird nun abperlen, statt in das Horn einzudringen. Außerdem wird anschließend in der Box auch keine schädliche Feuchtigkeit, wie Urin und Ammoniak, von unten in die Hufsohle eindringen.

Sind die Hufe Deines Pferdes ohnehin schon eher spröde und der Strahl sieht rissig aus, wird den Hufen die Feuchtigkeit sogar gut tun! In dem Fall kannst Du sie während des Duschvorgangs gründlich mitreinigen. Aber Vorsicht: hartnäckigen Schmutz lieber etwas einweichen lassen, statt mit der harten Bürste feste zu schrubben! Dies würde die sogenannte Glasurschicht Hufwand beschädigen. Danach lässt Du die Hufe leicht antrocknen oder trocknest sie mit einem Handtuch ab, bis sie nur noch fühlbar feucht sind. Dann trägst Du rundherum Huffett auf. So kann der Huf die Feuchtigkeit im Inneren länger halten und wieder elastischer werden.

Sind die Hufe Deines Pferdes gut so wie sie sind? Super! Beobachte und beurteile deren Zustand trotzdem immer wieder aufmerksam, so kannst Du schnell handeln, falls sich daran etwas ändert. Im Grunde kannst Du aber, solange alles in Ordnung ist, gänzlich auf Huffett oder sonstige Pflegemittel verzichten. Trotzdem täglich einzufetten könnte den Huf dann austrocknen und damit ein Problem erst unnötig entstehen lassen.

Pflegeprodukte, die Lorbeeröl enthalten, können Durchblutung und Wachstum des Hufes verbessern, wenn Du sie in den Kronsaum einmassierst.

Im Zweifelsfall solltest Du frühzeitig Deinen Hufschmied ansprechen und Dir von ihm die beste Vorgehensweise für Dein Pferd erklären lassen. Solltest Du immer wieder Probleme mit den Hufen Deines Pferdes haben, die Du mit sämtlichen Mitteln von außen nicht in den Griff bekommst, besteht die Möglichkeit vom Tierarzt ein Blutbild oder eine Haaranalyse machen zu lassen. Damit wird abgeklärt, ob bei Deinem Pferd ein Nährstoffmangel vorliegt, der dann evtl. gezielt ausgeglichen werden kann.

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Schau Dir hier an, wie ein Hufschmied arbeitet. Oder sieh hier, wie Du den Glanzeffekt auf den Hufen ganz ohne Huffett hinbekommst.