Der Weg eines Hengstes von der Körung bis zum unbeschränkten Deckeinsatz

Früher war alles ganz einfach: der Hengst wurde gekört, vorläufig in das Hengstbuch I eingetragen. Dann absolvierte er den 100-Tage-Test, bekam den endgültigen Eintrag in das Hengstbuch I und durfte unbeschränkt in den Deckeinsatz.

Doch die Vergleichbarkeit der Ergebnisse des 100-Tage-Tests wurde immer wieder angezweifelt, je nachdem auf welcher Station der Hengst ihn absolvierte. Außerdem bedeutete er für die maximal erst vierjährigen Hengste schon eine Menge Stress.

Viele Modelle wurden ausprobiert, es wurde immer wieder überlegt, abgewogen, Ergebnisse ausgewertet. Mit dem jetzigen Modell, das 2016 eingeführt wurd scheinen alle Beteiligten recht zufrieden zu sein:

Nach dem positiven Körurteil müssen die Hengste eine 14-tägige Veranlagungsprüfung absolvieren um vorläufig in das Hengstbuch eingetragen zu werden und eine Saison decken zu dürfen.

Drei verschiedene Wege kann der Hengst nun bis zu seiner endgültigen Eintragung in das Hengstbuch I einschlagen:

Weg 1:  Als 4-jähriger erste Teilnahme an der zweitägigen disziplinspezifischen Sportprüfung auf A-Niveau, als 5-jähriger die zweite Teilnahme auf L-Niveau.

Weg 2:  50-tägige disziplinspezifische Hengstleistungsprüfung für 3- bis 7-jährige Hengste

Weg 3:  Erfolge im Turniersport – platziert beim Bundeschampionat oder bis zur schweren Klasse erfolgreich

Alle Details findet Ihr auf www.hengstleistungspruefung.de