Das erste Mal

Mit einem jungen Pferd, das gerade im Herbst/Winter angeritten wurde, gibt es gerade in diesen Monaten viele „erste Male“! Zum ersten Mal aufsitzen ohne dass jemand am Kopf steht, zum ersten Mal aufsitzen „ohne Ablongieren“ – und jetzt bei den steigenden Temperaturen und der Frühlingsluft in der Nase- zum ersten Mal auf dem Außenplatz reiten!

Damit dieser tolle Moment nicht zum Rodeoritt wird solltet Ihr vorher überlegen, wie Ihr das so vorbereiten könnt, dass es für Euch und Euer Pferd eine positive Erfahrung wird. Hier ein paar Anregungen:

  1. Gibt es eine Möglichkeit draußen zu longieren? Nutzt sie und longiert Euer Pferd zunächst ein- oder zweimal draußen, bevor Ihr Euch dort auch in den Sattel setzt, bzw. longiert doch nochmal vor dem Reiten draußen ab. Tipps zum Longieren findet Ihr hier.
  2. Könnt Ihr draußen nicht longieren, reitet zunächst in der gewohnten Reithalle und geht erst raus, wenn das junge Pferd schon leichte Anzeichen von Ermüdung zeigt oder Ihr es zumindest sicher an den Hilfen habt und es etwas abgaloppiert seid. Evetuell solltet Ihr sogar am ersten Tag draußen nur noch Schritt reiten, so dass Euer Pferd die neue Umgebung mit relaxen in Verbindung bringt.
  3. Für das Pferd ist es angenehmer, wenn es nicht allein auf den Außenplatz geht. Sucht Euch am besten vorher jemanden, dessen Pferd draußen auf jeden Fall entspannt bleibt, und bittet ihn Euch nach draußen zu begleiten.
  4. Sucht Euch eine Uhrzeit aus, zu der möglichst keine Pferde am Außenplatz vorbei zu oder von Paddocks oder Weiden geführt werden. Kommt ein Pferd direkt neben dem Außenplatz frisch auf Paddock oder Wiese und macht sich dort erstmal Luft, sinken Eure Chancen im Sattel zu bleiben.
  5. Und zuletzt: Steht Euer Pferd ohnehin artgerecht täglich ein oder mehrere Stunden in einem genügend großen Auslauf an der frischen Luft, braucht Ihr Euch über unkontrollierbaren Übermut wahrscheinlich keine Sorgen zu machen!

Auch wenn es für Euer Pferd nicht das erste Jahr ist, in dem es zum ersten Mal wieder draußen geritten wird, hat der ein oder andere dabei sicher trotzdem noch ein mulmiges Gefühl. Dafür gelten natürlich die gleichen Anregungen wie für das ganz junge Pferd…und ob Ihr dann belächelt werdet, weil Ihr mit Kappe und Schutzweste in den Sattel steigt, kann Euch doch egal sein…Hauptsache Ihr könnt zufrieden selbst mit einem Lächeln im Gesicht wieder absteigen!

2017-03-02T12:12:45+00:00 Februar 28th, 2017|Ausbildung, Tipps & Tricks|

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