Westernreiten

Reining, Trailreiten, Cutting, Pleasure, Western Riding und Horsemanship

Westernreiten

Der Wilde Westen im Pferdesport

Lange Lederchaps, den Cowboyhut tief in das Gesicht gezogen, die Zügel liegen lässig in einer Hand und in der anderen Schwingt das Lasso. Das typische Bild eines Cowboys ist auch das Sinnbild des Westernreitens.
Diese Art des Reitsports lehnt sich sehr stark an die Arbeitsweise des Cowboys an, was aber vielleicht nur wenige wissen ist, dass sie ihren Ursprung aus dem spanischen Arbeitsreiten hat. Die Gründe hierzu liefert die Geschichte von Amerika, denn bevor Christopher Colombos nach Amerika kam, gab es dort keine Pferde. So dass die vielen mitgebrachten Pferderassen dort angesiedelt wurden und auch die einhändige Zügelführung und Reitweise wurde übernommen und eignete sich sehr gut für die Arbeit vom Pferd aus, um z.B. die Rinder zu treiben.

Die spektakulären Stopps und Drehungen sind bekannt für den Westernsport und gehören zu der Disziplin- Reining. Neben den Spin, dem Sliding Stop und dem Roll Back zeichnet vor allem die Geschwindigkeit diese Disziplin aus. Ziel ist eine maximal Kontrolle über das Pferd, so dass dieses an minimalen Hilfen von Vollspeed zur absoluten Ruhe gebracht werden kann und das in wenigen Sekunden.
Neben dieser Disziplin gibt es noch viele Weitere die sehr verschieden sind. So zum Beispiel auch das Trailreiten, welches im Gegensatz zum Reining eine sehr ruhige Art des Westernreitens ist. Sie ist in Gewissen Zügen vom Reiten im Wald abgeleitet und es handelt sich dabei um eine Geschicklichkeitsdisziplin, hierbei müssen verschiedene Hindernisse gemeistert werden, dazu gehört auch das Öffnen eines Tores oder das Überqueren einer Holzbrücke. Wichtig ist, dass das Pferd sich ruhig und präzise in alle Richtungen lenken lässt.

Natürlich ist der Cowboy auch bekannt für seine Rinderarbeit, sodass es davon abgeleitet eine eigene Disziplin gibt, das Cutting. Wie der Name andeutet, geht es darum, ein Rind von seiner Herde abzutrennen, also einen Cut zu machen. Dieser Sport ist nicht nur ein Zuschauermagnet, sondern lebt auch von dem sogenannten „Cow Sense“ des Pferdes, dabei hat dieses den natürlichen Instinkt das Rind von seiner Herde fern zu halten, so dass im Idealfall das Pferd von alleine arbeitet und der Reiter seine Hand auf den Hals legen kann.
Im Gegensatz dazu wird beim Horsemanship vor allem der Reiter bewertet. Dabei sind u.a. sein Sitz, die Zügelführung und die Hilfengebung sehr wichtig. Auch die exakte Ausführung der Aufgabe ist entscheidend.

Allein durch diese Beispiel lässt sich zeigen, dass der Westernsport sehr Vielseitig ist, aber in allen Bereichen ein besonderes Augenmerk darauf legt, dass das Pferd auf minimalste Hilfengebung reagiert.