
Huf
Der Huf ist ein Horngebilde, das bei Unpaarhufern das Zehenendglied umschließt. Die Bezeichnung wird üblicherweise für das Zehenendorgan der Pferde, Esel und Zebras verwendet - bei Paarhufern spricht man von Klauen. Anatomisch entspricht der Huf beim Menschen dem Fingernagel. Der Huf ist eine modifizierte äußere Haut, bei der die Unterhaut außer im Bereich der Polster fehlt und die Epidermis stark verhornt ist. Der Huf des Pferdes ist von zentraler Bedeutung für seine Gesundheit. Er muss das Gewicht des Pferdes tragen sowie die Stoßwirkung jedes Schrittes und Sprungs abfedern, um bleibende Schäden an den Gelenken zu verhindern. Weiterhin verstärkt er die Durchblutung des Zehenendorgans bei Belastung. Im Wesentlichen besteht der Huf aus dem vorderen relativ starren Teil, das einen festen Stand gewährleistet, und dem hinteren flexibleren Teil, das vor allem für die Stoßbrechung zuständig ist.
Hufbeschlag beim Pferd Teil 1
Der Hufschmied beurteilt das zu beschlagende Pferd
Einige Pferde benötigen einen Hufbeschlag, um sich problemlos auf verschiedenen Untergründen bewegen zu können. Der Huf eines Pferdes besteht aus Horn, welches sich im Laufe der Zeit abnutzt. Um den Pferdehuf in optimaler Form und richtiger Stellung zu halten beschlägt der Hufschmied den Huf eines Pferdes mit Hufeisen. Bevor der Hufschmied einen Hufbeschlag aufnagelt, beurteilt er das Pferd, dessen Hufwachstum und die Stellung der Hufe, damit er Hufeisen in der angemessenen Größe auswählen und vorbereiten kann. In besonders komplizierten Fällen oder um Fehlstellungen auszugleichen können Spezialeisen benutzt werden. Nach der Beurteilung durch den Hufschmied wird der abgenutzte Hufbeschlag entfernt, der Pferdehuf wird gekürzt, mit einer Raspel geformt und erneut beschlagen.
