Losgelassenheit – der zweite Punkt der Ausbildungsskala

Die Losgelassenheit eines Pferdes wird durch besondere Merkmale ausgedrückt

Losgelassenheit

Das A und O der dressurmäßigen Arbeit

Die Losgelassenheit ist nach der Ausbildungsskala der zweite Punkt und die Grundlage für die dressurmäßige Arbeit, aber auch in allen anderen Disziplinen darf sie nicht fehlen.
Daher ist sie bei der täglichen Arbeit unentbehrlich und sollte immer ein Ziel sein, denn nur ein losgelassenes Pferd kann in korrekter Anlehnung und mit aufgewölbten Rücken gehen, so dass es das Reitergewicht problemlos tragen kann.

Losgelassenheit bedeutet, dass das Pferd körperlich und seelisch entspannt und konzentriert ist, außerdem wird die Harmonie zwischen Reiter und Pferd deutlich. Es gibt noch weitere äußere Merkmale, welche die Losgelassenheit eines Pferdes zeigen, so besitzt das Pferd einen zufriedenen Gesichtsausdruck und ein gleichmäßiges Spiel mit den Ohren. Hinzu führt seine konstante Anlehnung zur Maultätigkeit, welche an dem Schäumen zu erkennen ist.
Auch in der Rittigkeit macht sie die Losgelassenheit bemerkbar, denn der Reiter ist dann in der Lage, sein Pferd fleißig nach vorne und verlangsamt zureiten, ohne dass dieses sich im Rücken verspannt.

Gerne wird mit dem Zügel aus der Hand kauen lassen um den zweiten Punkt der Ausbildungsskala nochmals überprüft, hierbei lässt der Reiter die Zügel langsam länger und das Pferd dehnt seinen Hals vorwärts abwärts. Diese Kontrolle sollte in allen drei Grundgangarten möglich sein, denn dann ist das Pferd entspannt und lässt sich los.
Zudem wird das gesamt Bild harmonischer, denn auch die Bewegungen des Pferdes fließen vermehrt durch den Körper und der schweif pendelt im Trab mit.

Die Losgelassenheit sollte stätig überprüft werden und in der täglichen Arbeit immer weiter gefördert werden, damit das Pferd zufrieden und entspannt weiter ausgebildet werden kann.