
Ausreiten
Das Ausreiten sieht für so manchen besonders einfach aus, oft wird vergessen, dass ein Ausritt außerhalb von Halle und Reitplatz so einige Gefahren mit sich bringt. Um Unfälle zu vermeiden, ist ein geländesicheres, scheufreies und gehorsames Pferd das wichtigste Utensil. Neben einem zuverlässigen Pferd ist auch eine gepflegte, heile Ausrüstung von großer Wichtigkeit. Das Leder und die Schnallen sollten unbedingt in Ordnung sein, ein Zügelriss im Gelände könnte nämlich fatale Folgen haben. Zum Schutz der Beine sollte das Pferd Gamaschen tragen. Kleinste Verletzungen können nämlich lebensbedrohlich werden. Der Reiter sollte grundsätzlich nie ohne Reithelm im Gelände unterwegs sein. Auch eine Reiterlampe sollte man im Gelände immer mit sich führen, ebenso sind Leuchtgamaschen Pflicht. Es gibt auch reflektierende Westen und Armbinden für den Reiter, ebenso wie reflektierende Nierendecken, Schweifbänder und Leuchtstreifen, die man an den Zügeln, am Zaum usw. befestigen kann. Weitere hilfreiche Ausrüstungsgegenstände sind: Hufkratzer, Erste-Hilfe-Sachen, Handy und ein Regenschutz. Es gibt Satteltaschen oder auch praktische Schabracken mit aufgenähten Taschen, in denen man all dies verstauen kann. An Reiter und Pferd sollten Zettelchen mit Name und Adresse angebracht werden. So kann im Notfall eine schnelle Identifizierung gewährleistet werden.
Schleppjagd mit der Beaglemeute Münsterland im Emsland
Das Reiten einer Schleppjagd und die Besonderheiten beim Jagdreiten
Eine Schleppjagd ist ein geführter Ausritt: Der Master und sein Pikeur legen die Schleppe bevor die Hundemeute die Verfolgung aufnimmt. Die Gruppe der Jagdreiter folgt der Hundemeute über meist 15-25 km durch die Natur. Beim Jagdreiten steht dabei der gemeinsame Spaß und das naturverbundene Erlebnis im Vordergrund - ganz im Gegensatz zum Turniersport, der Wettkämpfe darstellt. Das Jagdreiten ist ein Naturerlebnis der ganz besonderen Art und jedes Jahr im Herbst erfreuen sich alle Jagdreiter der kurzen Jagdsaison. Beim Reiten einer Schleppjagd wird kein Wild gejagt - es geht ausschließlich um den Spaß mit Pferden und Hunden in freier Natur. Nach der Schleppjagd schütteln die Jagdreiter sich die Hände und beenden ihr besonderes Naturerlebnis mit einem kameradschaftlichen „Halàli Halàli“.
