Parcoursspringen

Parcoursspringen

Die dressurmäßige Grundausbildung eines Springpferdes ist die allerbeste Grundlage, um später auch einen ganzen Springparcours harmonisch und flüssig bewältigen zu können. Und das ist eigentlich auch logisch. Wie soll das Pferd die richtige Linie zwischen den Hindernissen finden, wenn es schon im Dressurviereck nicht durchlässig auf die Reiterhilfen hört? Im Parcours geht es ja nicht "nur" geradeaus von Sprung zu Sprung, sondern es werden große und kleine Wendungen auf beiden Händen (rechte und linke Hand) geritten. Dafür muss das Pferd also gut an den Hilfen stehen und prompt reagieren. die noch größere Herausforderung ist es, die Abfolge der verschiedenen Hindernisse im Parcours hintereinander mit seinem Pferd fehlerfrei und harmonisch zu bewältigen. Und warum ist das schwer? Es liegt an den Abständen zwischen den Sprüngen. Denn die sind natürlich unterschiedlich lang und können ganz schön knifflig sein. Beim Springunterricht für Parcours-Neulinge muss man sich um die Abstände noch nicht kümmern, da der Ausbilder darauf achtet, die Abmessungen passend für Reiter und Pferd aufzubauen. Erfahrene Springpferde suchen sich außerdem oft selbst den richtigen Absprungpunkt und nehmen ihren Reiter einfach mit über den Sprung. Wenn das Überwinden der einzelnen Sprünge gut klappt, ist der nächste Schritt, das Reiten von Sprung zu Sprung auf gerader Linie zu üben. Die Hindernisse sollten dafür natürlich in passendem Abstand aufgebaut sein. Der Abstand richtet sich nicht nur nach der Zahl der vorgegebenen Galoppsprünge, sondern auch nach der Hindernisart (Steilsprung oder Oxer). Für Ponys oder Pferde mit eher wenig raumgreifender Galoppade müssen die Abmessungen im Training entsprechend verkürzt werden. In vielen Parcours ist die Zahl der Galoppsprünge zwischen zwei Hindernissen vorgegeben.

FN Aufgabenheft Reiten 2012: Der neue Standardparcours L2

Pferde und Reiter müssen nun die neuen Springparcours der Klasse L absolvieren

Ab dem 1. Januar 2012 gelten neue Anforderungen und Kriterien im Turniersport. Auch die Springreiter sind von den Neuerungen im Aufgabenheft betroffen: Im Allgemeinen wird im Springreiten in Zukunft mehr Wert auf die Rittigkeit des Pferdes gelegt. Außerdem werden die Richter nun vermehrt auf die korrekte Hilfengebung der Springreiter achten. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen einen Springparcours der Klasse L – den Standardparcours L2. Das neue Aufgabenheft schreibt bei diesem Springparcours in einer 20x60m Reitbahn das Überwinden von drei Hochweitsprüngen vor. Das Besondere daran ist, dass einer dieser Hochweitsprünge in Form einer Triplebarre aufgebaut werden muss. Durch die neuen Standardparcours im Turniersport möchte der Pferdesportverband das stilistische Springreiten fördern.