Distanzreiten – der Marathon im Reitsport

Ein Distanzritt bringt einige Besonderheiten im Reitsport mit sich

Durchhalten

Distanzreiten – der Marathon im Reitsport

Es ist die wohl älteste und natürlichste Reitsportart und bei ihr ist vor allem eins gefragt, Ausdauer.

Das Distanzreiten lässt sich sehr gut mit einem Marathon vergleichen, denn neben der Kondition ist auch ein gut gewähltes und gleichmäßiges Tempo entscheidend.
Die Bedeutung der gut trainierten Pferde und des richtigen Tempos war schon sehr früh bekannt, denn gerade während der Kriegseinsätze mussten Pferde in der Lage sein, lange Strecken in möglichst kurzer Zeit zurück zulegen.
Ein legendäres Beispiel ist u.a. der Pony Express um 1860 zum Transport der Post. Doch zu einem eigenständigen Sport, so wie wir ihn heute kennen wurde das Distanzreiten erst im 19 Jahrhundert. Damals war diese Disziplin vorwiegend beim Militär bekannt, zwischen deutschen und österreichischen Truppe wurde 1892 auch der längste Ritt ausgetragen. Es handelt sich um die 572 Kilometer des Berlin- Wien, Wien- Berlin Rittes.

Von 27 bis 160 Kilometern, alles ist möglich

Bis heute hat sich der Sport immer weiter entwickelt und seit mehreren Jahren finden auch Weltmeisterschaften statt. Dazu werden nun mehr zwei unterschiedliche Formen des Distanzreitens angeboten.
Zum einen gibt es den Ritt auf Zeit, zum anderen muss der Reiter die Distanz so einteilen, dass der Puls seines Pferdes einen bestimmten Wert nicht überschreitet.
Auch die Distanz wird variiert, begonnen wird bei einem Einstiegsritt mit 27 km und es endet bei der Königsklasse mit 160 km. Absolviert wird die gesamte Strecke in einem möglichst gelichmäßigen Tempo, ähnlich wie beim Joggen, dieses Tempo wird dabei individuell auf das Pferd und die Bedingungen abgestimmt.
Um das Wohlbefinden der Pferde zu gewährleisten, gibt es an bestimmten Punkten entlang der Strecke tierärztliche Kontrollen von Kreislauf, Puls und anderen Faktoren. Diese Maßnahmen machen einen wichtigen Bestandteil eines jeden Rittes aus und fließen in jede Bewertung mit ein.
Gerade die vollblütigen Rassen eignen sich besonders gut für Distanzritte, da sie von Natur aus eine hohe Kondition und viel Bewegungsdrang haben.

Die Planung im Vorfeld ist sehr wichtig

Das Besondere an diesem Sport ist für die Reiter die viele Zeit, welche sie mit ihren Pferden auf solchen Ritten oder im Training verbringen. Aber auch die Vorbereitungen für so eine Veranstaltung braucht viel Zeit. Die Wege müssen genau geplant und skizziert werde, auch die Genehmigungen und Helfer dürfen nicht fehlen und wenn die Vorbereitung stimmt, kann einem gelungen Distanzritt nichts mehr im Wege stehen.